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Wie funktioniert das Public Matchmaking?
18.12.2012 um 18:43 Uhr - Poison

Call of Duty: Black Ops 2

Wie funktioniert das Public Matchmaking?

 

 

 

 

 

 

Es war einmal in einem Spiel, das eine Zwei im Titel trug, ein großes Geheimnis namens Matchmaking. Viele Mythen rankten sich um das Wort, das niemand auszusprechen wagte, denn mit jedem Mal wurde es scheinbar schlimmer. Dieses Mysterium möchten die Entwickler - zwei Monate nach Veröffentlichung von Black Ops 2 - endlich aufklären und somit den Spielern das Gefühl des Russisch Roulette beim Suchen nach einer Partie nehmen. Um bei den Spielern um mehr Verständnis für das System zu werben, veröffentlichten Treyarch und Activision dazu einen Beitrag im Support Forum.

Vorab gilt es zu sagen, dass der unten beschriebene Prozess so nur auf den Konsolen stattfindet. Das Matchmaking auf dem PC unterscheidet sich aufgrund der dedizierten Server an einigen Stellen, wobei diese in Xifon's technischem Review des Spiels nachgelesen werden können.

Der erste Schritt des Prozesses beginnt bereits bei den Playlists. Diese teilen Spieler in Pools mit verschiedenen Spielmodi und Regeln ein, die zu einer unterschiedlichen Spielerfahrung führen sollen. Die für die jeweiligen Playlists gültigen Regeln können mit der Zeit angepasst werden, um der Community ein möglichst gutes Spielerlebnis zu garantieren.

Nachdem der Spieler eine Playlist ausgesucht hat, sucht das Spiel nach den besten Spielen im Pool der aktuellen Playlist. Die Spielerzahlen pro Playlist bewegen sich dabei meist zwischen 500 und 100.000 Spielern, die Anzahl verfügbarer Spiele beträgt zwischen 10 und 20 % davon. Die so gefundene Liste der verfügbaren Spiele wird dann vom Spiel in folgenden drei Schritten weiter gefiltert:

1. Zunächst wird eine gezielte Auswahl nach Entfernung zum Host des jeweiligen Spiels in der Liste getätigt. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen vier großen geografischen kreisförmigen Regionen um den Ort des Spielers und beginnt die Suche im innersten Kreis. Sollten dabei nicht genug verfügbare Spiele gefunden werden, wird im nächsten Kreis weitergesucht. In dieser Phase werden zusätzlich alle vollen Spiele oder jene, an denen der Spieler nicht teilnehmen kann, aus der Suche ausgeschlossen.

2. Die in 1) deutlich eingeschränkte Liste wird nun anhand vom Skill des Spielers noch weiter eingeschränkt. Dabei wird versucht alle Spiele, in denen außerordentlich starke oder schwache Gegner sind, auszuschließen so dass der Spieler immer mit anderen Spielern von ähnlichem Skill-Level verbunden wird. Dieses Suchkriterium ist jedoch sehr weit gefasst und soll vor allem extreme Unterschiede verhindern.

 

 

 

 

 

 

3. Nach den ersten beiden Schritten bleiben im Normalfall etwa 50 Spiele übrig, aus denen der Client schließlich die Partie mit der besten Verbindung heraussucht. Dabei werden sowohl Ping, Bandbreite zwischen dem Spieler und dem Host als auch die NAT-Kompatibilität beachtet.

Dieser gesamte Prozess kann je nach eurem Standort zwischen wenigen Sekunden bis hin zu wenigen Minuten dauern, abhängig davon, wie viele Spieler in der eigenen Zeitzone zu dem Zeitpunkt aktiv sind.

Zusätzlich zum obigen Ablauf gehen die Entwickler auf mögliche Probleme beim Matchmaking auf der Seite des Spielers ein, wie zum Beispiel eine geringe Bandbreite, restriktive NAT-Einstellungen oder auch eine hohe Auslastung der Leitung durch andere Dienste.

Ein weiterer problematischer Faktor sind Regionen mit einer schlechten Internetanbindung, in der wenige Spieler spielen. Denjenigen, die in einer solchen Region leben, raten die Entwickler besonders zu Hochzeiten, also in den Abendstunden und in stark bevölkerten Playlists zu spielen, um eine möglichst große Anzahl an Spielen zur Verfügung zu haben.

Der letzte große Faktor, der eine Rolle beim Matchmaking spielt, sind DLCs. Denn auch diese unterteilen die Spieler in weitere Pools. Je länger das Spiel auf dem Markt ist, desto mehr solcher Pools gibt es und desto schwieriger wird es in bestimmten Pools Spiele zu finden. Dabei erklären die Entwickler, das gegen Ende des Lebenszyklus eines Spiels der Pool mit Spielern, die alle DLCs haben am größten sein und man somit eine höhere Chance habe, ein Spiel zu finden.

 

 

 

 

 

 

Alle diejenigen, die des Englischen mächtig sind, können unter folgendem Link selbst einen Blick auf den Eintrag werfen:
 

>>>Hier<<< findet ihr den kompletten FAQ-Eintrag


Inwieweit dieser Beitrag zur Besserung der offensichtlichen Probleme beiträgt sei einmal dahin gestellt. Allerdings sollte er allen Spielern helfen, ein besseres Verständnis der Prozesse, die im Hintergrund ablaufen, zu erhalten. Es ist auch eine Eklärung dafür, warum der Entwickler immer wieder abwägen muss, wieviele und welche Playlisten er online stellt. Je mehr unterschiedliche Bedürfnisse er zu befriedigen hat, desto komplizierter wird es das richtige Maß zwischen populären Lieblinge der Massen und den Wünschen der kleinen Randgruppen zu finden. Ein jedem Recht getan, ist eine schwierige Gratwanderung, bei der zahlreiche faule Eier auf die Verantwortlichen der Playlists warten.

Link: CallofDutySeries

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